Kurztrip in die Eifel

Rundwandern für Wanderfaule – Laacher See mit Benediktiner-Abtei

Laacher See Benedektiner Abtei

Ich bin ein großer Fan von Kurztrips. Wenn dir zuhause die Decke auf den Kopf fällt und du dringend einen Tapetenwechsel brauchst – dann nimm ihn dir. Bevor es in den heimischen vier Wänden ungemütlich wird, ist ein kurzer Reiß-Aus meist die beste Lösung für alle Beteiligten, wenn du verstehst, was ich meine. Und Regionen wie die Vulkanlandschaft Eifel sind wie gemacht dafür, sich frischen Wind um die Nase wehen zu lassen, die grauen Zellen durchzupusten und wieder zu sich zu kommen. Es ist erstaunlich, was zwei Tage und zwei Nächte bewirken können. Zwar sind solche Wochenendtrips mit einem gewissen Aufwand verbunden (Unterkunft suchen, Sachen packen, Wohnung vernünftig hinterlassen, nicht die Zahnbürste oder das Ladekabel vergessen, Hin- und Rückfahrt etc.). Trotzdem finde ich es manchmal erholsamer und beglückender, an einem bislang unbekannten Ort neue Eindrücke zu gewinnen als in der altbekannten Reizarmut eines Sofawochenendes zu relaxen.

Das lange erste Oktoberwochenende war für uns normalkurz, wir hatten keinen Brückentag genommen. Die Unterkunft – ein uriges Tuffsteinhaus im klassischen Eifelstil – war schnell gefunden und ein Volltreffer, vom Kamin mit vorbereitetem Brennholz über die herrlich verwinkelte Bauweise bis hin zur Lage zwischen Waldsee und Laacher See, an dem sich auch die Benediktiner-Abtei Maria Laach befindet. Die Wetteraussichten waren bescheiden, aber das störte uns nicht weiter. Schlechtes Wetter ist schließlich die perfekte Möglichkeit, das Faultier in uns aus dem Stall zu lassen und ihm die Herrschaft zu überlassen. Zumindest bis die Sonne wieder scheint. Außer vorm Kamin im Ohrensessel hängen, lesen, essen und zwischendurch ein bisschen umherspazieren und die Gegend erkunden hatten wir deshalb ohnehin keine großen Erwartungen oder Pläne. Wir waren spät angereist und verbrachten den Freitagabend auch genauso. Schön war das.

Am Samstag stellte das Wetter dann mal wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass es am längeren Hebel sitzt und verwies freilaufende Faultiere auf direktem Wege wieder auf ihre Plätze. Stattdessen war uns ein ganzer trockener Tag vergönnt, teils sogar mit Sonnenschein! Was wir natürlich prompt ausnutzten: Auf ging’s zum Laacher See. Den hatte mir sogar mein äußerst wandererfahrener Vater ans Herz gelegt.

Die Rundwanderung ist mit neun Kilometern und einer praktisch nicht vorhandenen Steigung in rund zwei Stunden zu schaffen. Wir neigen allerdings zum Trödeln, sprich: Wir haben um Einiges länger gebraucht. Wie lange, wird natürlich nicht verraten. Nur so viel: Wir sind in den Genuss einer feinen Waldpilzsuppe gekommen, nachgespült mit einem regionalen Hellen und einem Cappuccino, wir haben eine versteckte, von der Natur geformte Aussichtsplattform entdeckt und erklommen wie kleine Kletteräffchen und haben einem noch aktiven Vulkan bei der Arbeit zugesehen (ja!). Es war entspannt, aufregend, spaßig und alles, was man sich von einem Wochenende außer Haus wünschen kann. Ach ja: Die Abtei haben wir uns natürlich auch angeschaut.

Auf dem Hauptparkplatz am Westufer scheint es noch recht voll. Samstags tummeln sich Ausflügler aus der ganzen Region hier. Viele wollen sich aber auch nur am Bio-Laden mit Gutem und Leckerem eindecken oder auf der Außenterrasse einen Kaffee trinken. Ja – das Wetter ist heute tatsächlich so gut, dass draußen serviert wird.

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Regina Tücking

Hallo liebe Leser und Reisefreunde! Ich bin Regina, Teil des kleinen, aber feinen Autorenkollektivs des touriDat-Blogs und kümmere mich in erster Linie um die Kategorie EcoTravel. Dort versorge ich euch regelmäßig mit vielen interessanten Infos, Hintergrundwissen, Tipps und Empfehlungen rund um das Thema nachhaltig Reisen und sanfter Tourismus. Ich freue mich darauf, dieses spannende Thema mit euch anzugehen und zusammen mit euch jede Menge Neues zu lernen!

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